Interessante Fragen und Antworten


Uns interessiert, was die eigenen Mitglieder über den Verein denken, an was sie

Spass haben und was sie dem Verein zukünftig wünschen. Aber auch Freunde und Bekannte der Happy Singers können hier zu Wort kommen.


Interview

Stefan Strahm, Madiswil

Sänger in der Männer-/Tenorstimme

(Interview vom 27.05.2024)   

 

Stefan Strahm stammt aus Madiswil. Wahrlich ein Allrounder. Stefan singt im heimischen Linksmähderchor und spielt in der Theatergruppe Höibühni Thörigen mit. Und trotzdem findet er wöchentlich den Weg ins schönste Dorf des Mittellandes, nach Fulenbach. Dem Aufruf der Happy Singers zum Mitsingen im Projektchor mit Thema „Film-musik“ ist er gefolgt. Das Projekt hat ihm Spass bereitet und so hat er sich entschieden, weiterhin in Fulenbach mitzusingen. Schliesslich will er die Happy Singers in ihrem Unterfangen – ein gemischter Chor zu sein – tatkräftig unterstützen. 

(Bildquelle: zur Verfügung gestellt)

  

Das zeichnet eben Stefan aus: Man kennt ihn als stets fröhlichen, offenen und kommunikativen Mitsänger, der auch gerne tatkräftig mit anpackt, wenn Hilfe von Nöten ist.  

 

Stefan, was hat dich zu den Happy Singers gezogen?

Am Schweizerischen Gesangsfestival im Mai 2022 wurden Chöre einander zugeteilt, die gemeinsam konzertieren sollen. Ich bin Mitglied des Linksmähderchors in Madiswil und genau dieser Chor wurde den Happy Singers „zugelost“. So kam es, dass wir gemeinsam in Gossau das Begegnungskonzert in der Pallotti-Kapelle über die Bühne brachten. Die beiden Chöre haben zusammen sehr gut harmoniert. Die Happy Singers waren mir so von Anfang an sehr sympathisch und ich habe mich irgendwie hingezogen gefühlt. Cony, euer Dirigent, machte mich neugierig. Als ich dann den Aufruf fürs Projekt gesehen habe, dachte ich mir, dass ich da gerne mitsingen würde. Vorerst wollte ich im November 23 das Konzert „Em Simu sis Töffli“ mit den Alphornbläsern von Laupersdorf in der katholischen Kirche Fulenbach besuchen, um mal zu hören was sie so zu bieten haben. Ich wurde sehr überrascht. Von da an war ich mir sicher, dass ich in Zukunft mitmachen will und suchte das Gespräch mit Cony. Mitte Februar fasste ich allen Mut zusammen - das brauchte viel - und meldete mich definitiv bei den Happy Singers. Damals wusste ich noch nicht, ob sich noch andere mutige Männer bei so vielen Frauen gemeldet haben.

 

Du hast dich entschieden, nach dem Projekt weiterhin bei den Happy Singers mitzusingen. Was war dabei ausschlaggebend?

Vieles. Es war ein grossartiges Projekt, das mir sehr viel Freude und neue Motivation in mein Leben gebracht hat. Die gute Kameradschaft im Verein, das Gefühl Teil des Vereins zu sein, bei den Happy Singers als Mann - im gemischten Chor - mitzusingen. Tatkräftig zu unterstützen in allem, was in meinen Kompetenzen und Möglichkeiten liegt.

 

Stefan, auf dich ist Verlass. An der vergangenen Fulenbacher Chilbi hast du dich spontan bereit erklärt, beim Auf- und Abbau unseres Glückspäcklifischen-Standes zu helfen. Deine Hilfe war Gold wert. Du hast viele Hobbies – wie schaffst du es, dass alles unter einen Hut zu kriegen nebst deinem anstrengenden Beruf, der dich jeweils in aller Früh aus den Federn wirft?

Ja, auch ich schaffe es nicht immer. Doch habe ich gelernt, Prioritäten zu setzen. Meine Hobbys sind für mich Erholung. Somit macht es mir grossen Spass und Freude, dabei zu sein und zu helfen. Meine Arbeit als Speditionsleiter fordert sehr viel Energie, so dass ich mit meinen Hobbys auftanken kann. Das Singen und Theaterspielen sind ein sehr guter Ausgleich für mich mit einer therapeutischen Wirkung.

 

Was ist für dich der Reiz auf der Theaterbühne zu stehen? Wo bist du jeweils mehr aufgeregt, bei Konzerten mit deinen Chören oder beim Theaterspielen? Was für Rollen hattest du schon inne? Und was gefällt dir besonders am Chorgesang?

Ja was ist der Reiz? Der grösste Reiz ist sicher, dem Publikum gute Unterhaltung zu bieten und dessen Reaktionen zu erleben. Daraus ergibt sich meine Motivation und Ehrgeiz, ein Projekt - ob Gesang oder Theater - mit meinen Kameradinnen und Kameraden in Angriff zu nehmen, zu üben und aufzuführen. Der Applaus und ein gutes Feedback geben einem das grossartige Gefühl, gut gearbeitet und dem Publikum erfreuliche Unterhaltung dargeboten zu haben. In der Arbeitswelt bekommt man leider sehr selten solche Reaktionen.

Eine gewisse Aufregung und Nervosität hat man immer, egal zu welchem Anlass man auf der Bühne steht. Man gewöhnt sich daran. Ich bekomme Angst, wenn ich nicht nervös bin. Meine Theaterrollen waren eher immer das Gegenteil von mir. Ein strenger Chef unter Mordverdacht, ein der Obrigkeit ausgerichteter Pfarrer, ein von der Vergangenheit eingeholter Gemeindepräsident oder ein hinterhältiger Notar…

Beim Chorgesang fasziniert mich die Harmonie, welche durch die einzelnen Stimmen entsteht. Es ist wunderbar, was mit menschlicher Stimme alles möglich ist und herausgeholt werden kann.

 

Du bist im Februar mit bald 55 Jahren ein junger Grossätti geworden. Herzliche Gratulation! Sicher erfüllt dich diese Tatsache mit Stolz. Was wünschst du dem kleinen Erdenbürger? Wird man dich ab und zu mit Kinderwägeli unterwegs auf einem Spaziergang antreffen?

Vorneweg vielen Dank. Am 12. Februar, wurde ich stolzer Grossätti von Marlon. Da kugelte mir schon die eine und andere Freudenträne runter. Marlon wünsche ich Gesundheit, Liebe, Glück und Zufriedenheit, dass er ein Leben in Frieden und ohne Gewalt erleben und geniessen darf. Dass er immer seine Träume und sein Leben so leben darf, wie seine Seele geboren wurde.

Sicherlich wird man mich beim Spazieren sehen. Obwohl das schwierig werden wird. Da sind 2 Grossmütter, Gottis und noch andere, welche anstehen. Ich werde aber sicher nicht zu kurz kommen.

 

Die Happy Singers sind seit 2024 ein gemischter Chor. Der Start ist — nicht zuletzt dank deinem Mitwirken — gut gelungen. Zurzeit sind es 5 Männer, die bravourös gegen die Überzahl an Frauenstimmen singen. Ihr macht das toll! Wieviele Männer denkst du, dass es auch in Zukunft braucht, um im Chor ausgewogen zu singen? Die Happy Singers werden auf alle Fälle weiterhin fleissig die Werbetrommel rühren, um männliche und weibliche Mitglieder zu gewinnen.

Gern geschehen. Da ist auch viel Engagement und Wille von den Happy Singers dabei, sonst wäre das nicht zustande gekommen. Auf die Frage zur Männerbesetzung finde ich, dass ein Verhältnis ¾ Frauen zu ¼ Männer eine gute Voraussetzung wäre. Da könnte es sogar funktionieren, dass man auf 2 Frauen und 2 Männerstimmen setzt. Könnte für einige Frauen einfacher sein, wenn nur Sopran und Alt wären und bei den Männern Tenor und Bass. Voraussetzung Sopran und Alt singen nicht Fortefortissimo 😊. Es wird die Zukunft zeigen, was sich entwickelt. Wir bauen mit den Steinen, die wir haben und bekommen. Unsere letzten Konzerte haben gezeigt, dass wir für die Zukunft auf dem richtigen Weg sind. Ich bin zuversichtlich und positiv für die Zukunft der Happy Singers.

 

Die interessanten Fragen habe ich sehr gerne beantwortet. Einen grossen Dank an die Happy Singers für die Aufnahme von meiner Wenigkeit. Ich fühle mich sehr wohl und freue mich auf eine gemeinsame Zukunft mit den Happy Singers.

Euer Stefan

 

Lieber Stefan – danke für deine spontane Zusage fürs Interview. Schön, dich bei uns an Bord zu haben. Danke für dein Engagement und dein tatkräftiges Anpacken. Wir schätzen das sehr! Gerne hoffen wir, dass du dich bei uns wohl fühlst und sich noch der eine oder andere Mitsänger zu dir gesellt. Viel Spass bei all deinen Hobbies und deiner neuen Aufgabe als Grossätti. Alles Gute!

(Bildquelle: Theatergruppe Höibühni)